Tipps zur Fotografie im Urlaub (Belichtungskorrektur)

Korrigiert (-2) und angepasst interpretiert

Korrigiert (-2) und angepasst interpretiert

Wenn Du die Automatik Deiner Kamera benutzt, solltest Du auf jeden Fall die Belichtungskorrektur kennen.
Sie steht bei vielen Kameramodellen leider nicht in jeder Automatik zur Verfügung, aber zumindest mit den auch gestalterisch interessanten Einstellungen Blendenvorwahl oder Zeitvorwahl (siehe dazu den vorherigen Tipp) wirst Du diese Korrekturmöglichkeit vermutlich verwenden können.
Manchmal ist das Ergebnis der Belichtungsautomatik leider zu hell oder zu dunkel (warum? ).

Automatisch falsch belichtet?

Der Belichtungsmesser weiß nicht, wie hell das Motiv tatsächlich ist, er sieht nur die Summe aus Beleuchtungsintensität und dem Reflektionsverhalten des Motivs. Eine hell beleuchtete schwarze Fläche ist für den Belichtungsmesser deshalb nicht von einer schwach beleuchteten weißen Fläche zu unterscheiden. Du kannst das selber ausprobieren, indem Du automatisch belichtete Fotos von einer schwarzen und einer weißen Pappe machst. Wenn diese den Sucher füllen, werden die Ergebnisse recht ähnlich bis übereinstimmend sein.
Mehr zum Thema Belichtung findest Du hier in meinem Fotolehrgang.
Tipp:
Wenn der Auslöser bei solchen Motiven wie einer schwarzen oder weißen Pappe blockiert, ist oft der Autofokus schuld. Schalte ihen einfach für diese Aufnahme aus und später wieder ein. Es ist ja egal, ob die Pappen wirklich scharf werden, es geht im Test ja nur um die Helligkeit.

Wenn Du dann in so einem Fall eingreifen möchtest und Du dazu die Blende (in der Blendenvorwahl) oder die Belichtungszeit (in der Zeitvorwahl) änderst, wird das von der Automatik sofort wieder ausgeglichen. Dein Eingriff bleibt dadurch ohne Auswirkung auf die Helligkeit des Fotos
Um wirklich wirksam die Belichtungsintensität zu verändern, musst Du stattdessen der Kamera „mitteilen“, dass Du ein anderes Ergebnis wünschst. Und das geht (nur) mit der Belichtungskorrektur.

Belichtungskorrektur

Belichtungskorrektur

Belichtungskorrektur

Belichtungskorrektur

Belichtungskorrektur

Belichtungskorrektur

Zum Einstellen muss man oft den Knopf der Korrektur gedrückt halten und gleichzeitig „am Rad drehen“. Belichtungskorrekturen werden meistens (genauso wie die Zeit oder die Blende)  in Drittelschritten eingestellt. Wenn Du also drei „Klicks“ in eine Richtung gehst, wird die fürs Bild zur Verfügung stehende Lichtmenge verdoppelt bzw. halbiert, in dem der durch die Automatik gesteuerte Wert angepasst wird.
Mit einer Belichtungskorrektur wird das Bild heller oder dunkler, Du kannst so steuernd in die Belichtung eingegriffen.

ISO-Automatik

Normalerweise wird die Korrektur sich auf den von der Automatik gesteuerten Wert auswirken, in der Zeitvorwahl wird also die Blende angepasst, in der Blendenvorwahl dagegen die Belichtungszeit.
Wenn Du aber (auch) die ISO-Automatik einschaltest, wird die Kamera je nach Situation (und Programmierung) zusätzlich die Empfindlichkeit der Kamera anpassen.
Um die wegen der Verwacklungsgefahr ungünstigen langen Belichtungszeiten zu vermeiden, erhöhen viele Kameras bei Blendenvorwahl in Kombination mit ISO-Automatik recht früh die ISO-Werte. Im Prinzip ist das auch völlig richtig so, lieber durch hohe IOS-Werte verrauschte als durch zu lange Belichtungszeiten verwackelte Bilder.
Ärgerlich ist das aber dann, wenn die Kamera zu früh in höhere ISO-Werte geht. Diesen Wechsel in höhere Empfindlichkeiten solltest Du, wenn Du etwas mehr Erfahrung hast, mal „kritisch begleiten“.

Deine Aufgabe

1) Lerne wo Du die Einstellung für die Belichtungskorrektur ist und experimentiere mit ihr. Im Idealfall kannst Du sie blind (beim Blick durch den Sucher) einstellen.
2) Fotografiere möglichst formatfüllend eine weiße, eine graue und eine schwarze Pappe. Vermutlich wird das weiße Motiv zu dunkel und das schwarze zu hell. Greife mit der Belichtungskorrektur ein.

 


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