Lieblingskameras (und -zubehör)

Analog aufgenommene Montage, direkt auf ein Polaroidnegativ belichtet

„Lieblingskamera“, das ist der Name einer neuen Rubrik, in der ich bei Gelegenheit immer mal wieder Kameramodelle (und anderes Fotozubehör) vorstellen möchte, die mir im Laufe der Jahre aufgefallen sind. Das wird eine persönliche Auswahl werden, die sich sicher nicht an objektiven Kriterien orientieren wird.

Es gibt Kameras, mit denen kann ich einfach so gut arbeiten. Die benutze ich sehr gerne, warum soll ich mir auch das Leben schwer machen. Wenn ich im Job bin, für Geld fotografiere, dann brauche ich zuverlässig ein Ergebnis, dann will ich eine Kamera, die einfach so funktioniert. Das gilt auch für einen Teil meiner „privaten“ Fotografie. Wenn ich eine Familienfeier dokumentieren oder „für mich“ ein Kugelpanorama aufnehmen will, möchte ich mich auf das Aufnahmegerät verlassen können.
Solche Kameras, die einfach(!) funktionieren, sind tolle Werkzeuge, sie haben aber trotzdem nicht automatisch alle das Zeug, auch Lieblingskamera zu werden. Das schaffen nur wenige.

Es gibt auch andere Modelle. Kameras mit Eigentümlichkeiten, individuellen Besonderheiten, die man durchaus auch als Nachteil ansehen könnte. Und trotzdem (oder deshalb?) mag man diese Kameras, trotzdem bleiben sie einem im Gedächtnis. Ich meine nicht Kameras, die einfach nur schlecht sind, davon gibt es zu viele. Es sind vielmehr Kameras, die zum Teil zu hervorragenden Leistungen in der Lage sind, dem Fotografen (also mir) aber etwas Widerstand entgegensetzen. Es geht bei dieser Art Lieblingskameras um Geräte mit Ausstrahlung und vor allem Charakter.
Ich betrachte die Eigenarten dieser Kameras als Teil ihrer Persönlichkeit. Ich fotografiere anscheinend gerne mit Kameras, die mir etwas entgegenzusetzen haben. Im Job ist das meist anders, da muss es „flutschen“, aber wenn ich für mich fotografiere, dann mag ich anscheinend gelegentlich auch die Herausforderung durch das unvollkommene.

Eine besondere Gestaltung, ein besonderes Design, kann auch dabei helfen, Lieblingskamera zu werden. Aber manche Kameras könnten trotz (bzw. wegen) des Designs diesen Stand nie erreichen (O.Product von Olympus, Lunar von Hasselblad). Die Lieblingskameras müssen muss schon etwas individuelles (im Sinne von eigenartiges) haben, sie dürfen nicht zu klar erkennbar sich selbst als „gestaltet“ darstellen, sie dürfen mir nicht das Gefühl geben, das da ein cleverer Designer etwas kreativ-verkäufliches gebastelt hat. Das stößt mich dann eher ab.

Es sind also verschiedene Aspekte, die einem Lieblingsteil (es kann ja nicht nur Kameras, sondern  auch Zubehör etc. treffen) seinen Status zuweisen.

In den nächsten Wochen werde ich, wenn ich etwas Zeit dafür finde, einige meiner Lieblingskameras vorstellen.
Wenn Du auch eine Lieblingskamera hast, bist Du herzlich eingeladen, hier weiter unten im Kommentar etwas dazu schreiben.

Zu den Beiträgen:
Rollei 35

/ 30. Aug 2013

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