Für schnelle Motive eine neue Kamera?

Pas de deux (Charlie und Keaton)

Pas de deux am Strand (Charlie und Keaton)

Heute in der Tageszeitung: eine „Erklärung“ des Fotoindustrie Verbandes.
Der Wortlaut war in etwa: „Wer Schnappschüsse von Sportlern, schnell fahrenden Autos oder rennenden Tieren machen möchte, greift am besten zu einer Spiegelreflex oder Systemkamera.“.
Diese wiesen, so weiter, die Möglichkeit auf, kurze Verschlusszeiten zu wählen. Spiegelreflexkameras bis zu 1/4000 Sekunde, Systemkameras bis zu 1/16.000. Ob die Belichtungszeit wirklich der entscheidende Faktor ist, der andere Kameras (z.B. Kompakt- und Bridgemodelle) für solche Aufnahmen disqualifiziert?

Es liegt wohl eher am langsamen Autofokus dieser Baureihen, wenn solche Motive damit nicht gut zu fotografieren sind. Wenn man als Besitzer einer solchen Kamera den Autofokus aber ausschaltet und die Entfernung von Hand vorwählt (was bei vielen dieser Kameras möglich ist) kann man auch mit solchen Modellen schnell bewegte Objekte recht gut fotografieren. Gerade wenn die Entfernung während einer Aufnahmereihe in einem bestimmten Bereich bleibt. Das muss dank des bei diesen Typen häufig vorhandenen relativ große Schärfentiefebereichs auch gar nicht so präzise sein.
Vermutlich verkaufen solche Hinweise aber nicht genug Kameras.

Natürlich gibt es Gründe, für bestimmte Fotos bestimmte Kameras und Objektive einzusetzen, aber es wäre aus meiner Sicht sinnvoller, erst einmal das Potential der bereits vorhandenen Geräte auszunutzen, bevor man Geld in neue investiert. Vor allem dann, wenn die in Frage stehenden Anschaffungen nur für einige wenige Bilder eines speziellen Themenbereiches nötig sind.

/ 31. Jul 2013

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