diese Woche … (1611)

Heimat

Heimat

Was diese Woche noch liegen blieb:
Diesmal gibt es nur bewegte Bilder mit englischem Ton. Das ganze wird außerdem auch noch recht Magnum-lastig. Tut mir leid, aber ich finde, es lohnt sich.

Beginnen wir mit einem Film über/mit dem vor kurzem verstorbenen Magnum Fotografen René Burri. Der Schweizer Fotograf hat über viele Jahre Dokumentationen und Portraits aus/in allen Teilen der Welt aufgenommen. Darunter waren viele Prominente, aber auch die ganz normalen Menschen von der Straße.
In diesem Video erläutert er seinen „Kampf “ mit Schwarzweiß und Farbe und begründet seine Bildauswahl für eine Buchveröffentlichung.
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Unscharfes Rauschen

Gerade wenn es dunkel wird, kommen zwei fotografische Probleme zusammen. Zum einen muss man mit hohen ISO-Werten fotografieren, zum anderen sind trotz hoher ISO-Werte die Blende weit geöffnet und die Belichtungszeit lang. Es kommt also zu Rauschen und der Schärfeeindruck des Bildes leidet zusätzlich.
Da ich gerne kleinen Kameras(*) (die dann oft auch kleinere Sensoren haben) den Vorzug gebe, bleibe ich vom Rauschen leider nicht immer gänzlich verschont. Das ist viel weniger als noch vor einigen Jahren und in vielen Fällen sieht man das Rauschen später im Foto überhaupt nicht, da die Bilder normalerweise nicht in der 100% Ansicht betrachtet werden.
Trotzdem bin ich froh, dieses Video gefunden zu haben, wenn nötig, kann ich das gezeigte Verfahren anwenden.
Gabriel F erklärt in diesem Video eine Bearbeitungstechnik, mit der man auch stark verrauschte Bilder schärfen kann, ohne das Rauschen zusätzlich zu betonen. Das dabei eingesetzte Topaz Denoise ist als Testversion 30Tage ohne Einschränkung lauffähig, man kann also in aller Ruhe ausprobieren (und nach Ersatz suchen).
Das während des Prozesses erforderliche Überblenden muss nicht mit Photoshop erfolgen, das geht auch mit dem kostenlosen Gimp.
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30 Jahre in 20 Minuten

I like series, but I like single iconic images in the series.“ Ein Interview mit Alex Webb, in dem er fast ausschließlich über seine Fotografie redet. Seine dokumentarischen Bilder von Alltagssituationen zeigen Menschen in Ihrem natürlichen Umfeld.  Seine Fotografien haben oft eine dichte und komplexe Tiefenstaffelung, sie zeichnen sich häufig (motivbedingt) durch kräftige Farben aus,  er spielt bei der Gestaltung gerne mit Reflektionen und Schatten.
Gerade auch seine Hinweise zur Entstehungsgeschichte einzelner Bilder sind sehr spannend.
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Anmerkung:
Die an einigen Stellen über die Bilder schwenkende Handkamera lässt mich etwas ratlos zurück. Manchmal finde ich es sehr gut, wie der Blick eines imaginären Betrachters auf die Details des Bildes simuliert wird, machmal nervt es mich, dass ich das Bild nicht länger als ganzes sehen kann. Es geht mir da ganz ähnlich wie bei vielen Konzertfilmen.
Zum Glück gibt es auf der Seite zusätzlich einige seiner Fotos als „Standbilder“.


Hohle Gasse

Was ist fotografische Unendlichkeit, wie entsteht eine Hohlkehle und wozu braucht man sie? Diese kleine Dokumentation sollte die Fragen klären und die Freude und der Stolz des Besitzers zum Schluß des Videos sind durchaus verständlich und kommen sehr sympathisch rüber.
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Vor-Photoshop

Anlässlich des 25. Geburtstages gibt es einige Interessante Filme zu diesem Thema. In diesem Video hier zeigt Konrad Eek, wie einige Verfahren aus der klassischen Dunkelkammer ihren Weg nach Photoshop gefunden haben.
Mir war durch meine eigene Dunkelkammergeschichte, die übergangslos im frühen Photoshop und dann seit Jahren mit Lightroom(*) weiterging, überhaupt nicht so richtig bewusst, dass man das nicht (mehr) kennen könnte. ;-)
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Besserwisseranmerkung: Man konnte auch in der Dunkelkammer den Eindruck der Schärfe eines Bildes steigern. Es wurde nur sehr selten gemacht, weil es recht aufwendig ist, meist wurde es wohl im Zusammenhang mit zu druckenden Bildern durchgeführt. Das unscharf maskieren von Photoshop ist jedenfalls diesem Prozess des Kopierens mit einer unscharfen negativen Kopie des Originals (der unscharfen Maske) nachempfunden.


Grandmaster ohne Flash

Ja, ich weiß, der Titel ist etwas an den Haaren herbeigezogen, aber irgendwie gefällt er mir. Henri Cartier-Bresson ist wohl einer der Fotografen, über die am häufigsten geschrieben wird. Dies ist das erste Video (an dass ich mich erinnern kann) in dem nicht über Ihn berichtet wird, sondern in dem er selber erzählt.
Da gibt es dann auch einige zitterfähige Stellen, z.B.:

„At a certain age you got the face you deserve … “ (06:17)

„Photography (…) takes sensitivity, a finger and two legs.“ (08:40)

„It’s seldom you make a great picture. You have to milk the cow quite a lot and get plenty milk to make a little cheese.“ (10:30)

„You see, the camera, it can be a machine-gun,…  it can be a psychoanalytical couch, … it can be a warm kiss, … it can be a sketchbook.“ (16:35)

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Viel Spaß in der nächsten Woche und macht tolle Bilder…

 


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